Fallschirm PD-47

 

Fallschirm PD-47 mit Flächentarndruck aus DDR-Produktion.     1)

 

Die nachfolgenden Bilder stellen eine kleine Sensation dar. Sie zeigen Reste eines Fallschirms im Flächentarnmuster.  Stempelungen sind nicht vorhanden, an den einzelnen Quadranten befinden sich lediglich fortlaufende Nummerierungen. Das Fragment hat eine Größe von ca. 7 mal 7m und stammt von einem Fallschirm Typ PD-47, der 1958 erstmals in die DDR bei den LSK eingeführt wurde. An diesem wurden die ersten Berufssoldaten der LSK ausgebildet. Dieser Fallschirm war viereckig, jedoch mit zu 45° abgeschrägten Ecken. Dieser sowjetische Typ wurde 1959 im damaligen VEB  Bekleidungswerke Seifhennersdorf (BEWES) in DDR-Lizenz für die NVA mit geringen Veränderungen nachgebaut. Er hatte nur 8 statt 10 Bahnen und war mit nur 90 kp Nutzlast zugelassen. In den 60er Jahren wurden von Seifhennersdorf auch für das aufgestellte Kampfschwimmerkommando 18 der Volksmarine (KSK-18)  ca. 30 dieser Geräte im Flächentarndruck (Baumwoll-Batist einseitiger Druck, großflächig) hergestellt.
Die PD-47 der Fallschirmjäger wurden in weiß bestellt und bis 1965 nicht farblich geliefert.
 

 

 
 
Dieses sehr seltene Bild stammt aus dem Fotoalbum eines ehemaligen Fallschirmjägers der NVA.  Das Bild zeigt einen Fallschirm im Flächentarndruck bei der Abschlussfeier der Fallschirmjäger, die damals noch in Prora (Rügen) stationiert waren nach einem absolvierten Sommerlager um 1970/ 71. Die Aufnahme entstand in der "Holzoper", der Kulturbaracke in Prora.   1)
 
 
 
 
 
Der PD-47 in der ungefärbten Version für Fallschirmjäger.