Feldflaschen

1. Feldflaschen mit Filzbezug 1958

Diese Feldflasche von 1958 weist in Form und Gestaltung noch eindeutige Bezüge zu ihrem Wehrmachtsvorgänger auf, einzig der Trinkbecher wirkt etwas schmaler. Der Flaschenkörper ist vollständig aus Aluminium hergestellt worden. Der filzartige Überzug sollte das eingefüllte Getränk gegen Kälte schützen, bei Hitze in Wasser eingeweicht sollte er ihm etwas Kühlung verschaffen. Vermutlich wurden diese Feldflaschen noch bis Mitte/ Ende der 60er Jahre bei den bewaffneten Organen verwendet. Etwa um 1965 wurden Feldflaschen im Flächendruck eingeführt.

 

Historische Originalbeschreibung: ADN-ZB-Hannes-15.8.1961-Die Berliner Bevölkerung fühlt sich mit den bewaffneten Kräften eng verbunden, die zur Sicherung des Friedens in der Hauptstadt der DDR ihren Dienst tun. Auf unserem Foto verteilen die Arbeiterinnen Erfrischungen. Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Pressestelle des MDI.  Urheber: ADN-ZB-Hannes-15.8.1961. Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-85461-0001. Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Originaldatei ist hier zu finden.    3)

 

 

 

Mit dem Karabinerhaken auf der Rückseite konnte die Flasche am Brotbeutel bzw. am Sturmgepäck befestigt werden.

 

 

60er Jahre: Anwärter der VP der 3. oder 20. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam in der feldgrauen Drillichuniform mit vier Knöpfen zum Schließen (hier mit der hellen, ungetarnten Variante der Schulterstücke), grauem Dederon-Koppel, der damals noch oben offenen polizeigrünen Feldmütze und Feldflasche mit Filzbezug.   2)

 

 

Die Fertigung erfolgte für die NVA und die DVP.

 

 

  

2. Feldflaschen mit Flächentarn-Bezug

In der Herstellung nicht mehr ganz so qualitativ hochwertig wirken diese aus Plaste bestehenden Feldflaschen im Flächentarn-Bezug. Diese Plasteflaschen sollten -dann im Strichtarn-2-Muster- bis 1990 bei den bewaffneten Organen der DDR im Bestand bleiben. Die Herstellung der neuartigen Flaschen begann vermutlich erst Mitte der 60er Jahre zusammen mit der Einführung des "Kampfanzuges 64". Ob diese damit auch im neuen Strichtarn-1-Muster produziert wurden, ist nicht bekannt. Herstellerstempel findet man bei den beiden o. a. Flaschen nicht. 

Der umlaufende Beriemung besteht ebenfalls aus Kunststoff, es gab Sie in schwarzer und grauer Ausführung. Der Tarnbezug ist leicht gefüttert und hatte vermutlich die gleiche Funktion, wie die bei der o. a. 1958er Feldflasche. Die Flasche konnte mit den Karabinerhaken am Sturmgepäck oder auch mit der knöpfbaren Lasche am Koppel befestigt werden.

 

Bei dem Modell mit der schwarzen Beriemung sind die Halterungen des Aluminiumdeckels noch genietet, möglicherweise ist dies die ältere Ausführung.

 

 

Der Flaschendeckel aus Aluminium ist gleichzeitig die Tasse. Der Schraubverschluss ist mit einer Kette gegen Verlust gesichert.

 

Die Herstellermarke erinnert an die der obigen Feldflasche mit Filzbezug.

 

Bei der Flasche mit der grauen Beriemung sind die Druckknöpfe flacher und etwas breiter als bei der mit der schwarzen Beriemung.