Stahlhelm M 56

(Sammlung S. Wetzel)

 

Der DDR-Stahlhelm M 56 war der direkte Nachfolger des deutschen Stahlhelms M 42 aus dem 2. Weltkrieg. Der M 56 mit seiner extrem schrägen Form wurde unter der damaligen Bezeichnung Modell B/II von Prof. Dr. Fry und Dr. Hänsel mit der Reichspatentamt-Nr. 706467 vom 07.12.1943 im Auftrag der Wehrmacht entwickelt, kam aber bis zum Kriegsende nicht mehr zum Einsatz. Die schräge Nacken- und Stirnpartie sollte wirksamer gegnerische Geschosse ableiten. Bei den deutschen Modellen des 2. Weltkrieges M 3540 und 42 war dies aufgrund der geknickten Form nur unzureichend der Fall.

 

Stempelung von 1960.

 

Das Innenleben erinnert stark an das Befestigungssystem 31 deutscher Helme des 2. Weltkrieges. Die spätere Ausführung des M 56 ohne die drei typischen äußeren Nieten hatte ab 1966 eine Plastebefestigung, die sich bei starkem Widerstand gegen den Helm von der Helmglocke löste und damit den Träger vor Verletzungen schützte. Es sind aber auch Stücke mit Nieten bekannt, die auf das spätere Plastesystem umgerüstet wurden. Vom M 56 gab es auch eine Paradeversion aus Plaste.