TSM-Taschen

 

Tragetaschen für Truppenschutzmaske (TSM) sowjetischer Herkunft. Äußerlich gleich, offenbaren sich jedoch im Inneren beider Taschen Unterschiede. Bei der links abgebildeten, neuwertig erhalten gebliebenen TSM-Tragetasche wurden die Innenfächer im Strichtarnmuster gefertigt, bei der rechten im Flächendruck.

 

Diese beiden Wachtmeister der 3. oder 20. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam sind etwa Anfang der 70er Jahre für eine Propaganda-Aufnahme des Politorgans mit MPi K und lMG K (beide Kal. 7,62) in Stellung gegangen. Das lMG K mit Trommelmagazin war wegen seiner häufigen Ladehemmungen -bei mir zumindest- nicht sehr beliebt. Offenbar wurden während einer  Übergangszeit bis zur Einführung von TSM-Taschen aus grauem, plasteähnlichen und wetterabweisenden Kunststoff die Bestände von TSM-Tragetaschen im Flächentarnmuster (wie auch Magazintaschen und anderes) zum FDA im Strichtarnmuster getragen, auf anderen Originalaufnahmen werden zum Flächentarnanzug TSM-Taschen in sandgelber bzw. olivgrüner Färbung verwendet (s. auch "Bilder"). Unüblicherweise tragen beide Anwärter der VP Strickhandschuhe zum Sommer-FDA. Interessant auch die weißen Kragenbinden.   2)

 

Müsste doch eigentlich umgekehrt sein: Außen das alte Flächentarnmuster, im Innenleben verwendete man bereits das neue Strichtarnmuster. Das hier verwendete Strichtarnmuster ist bereits das des Typs 2, was mit seinen etwas dickeren Strichen auf dem braun-grünen Untergrund etwa 1967 aufkam und sich mit geringen Abweichungen in der Farbgebung bis 1990 hielt. Damit ist für die hier abgebildete Tasche eine Herstellung um 1967 oder danach wahrscheinlich. Stempelungen, die auf Herstellungszeitpunkt oder -betrieb hindeuten könnten, sind leider nicht vorhanden. Der napfförmige Aluminiumknopf gehört noch zur 1. Generation die mittels dreier Löchern auch auf älteren DDR-Zeltbahnen vernäht wurden. Auch hier eindeutige Bezüge zu den Metallknöpfen an Zeltbahnen der Wehrmacht. Spätere Aluminiumknöpfe wurden eingestanzt.

 

Oben die Tasche mit der Flächentarnvariante für die Atemschlauchfixierung, unten die der Tasche mit der Strichtarninneneinrichtung.

 

Das Innere beider Taschen im Vergleich. Bei der Flächentarnversion sind die Innenseiten der Fächer (im Bild jeweils beide Fächer für die Schutzhandschuhe) nur einseitig im Tarnmuster bedruckt. Nach Meinung einiger Sammler ist die Tasche mit den Innenfächern im Flächendruck die seltenere von beiden.

  

Auch bei der Flächentarnvariante ist der Boden des Faches für den Filter im Strichtarnmuster verarbeitet worden.

 

In der Trennwand des Filterfaches zum Maskenfach wurden die Reserve-Klarsichtfolien für die Augengläser untergebracht. Die Dose ist noch mit Klebeband verklebt und in ihrer bräunlich-olivgrünen Farbgebung eindeutig sowjetischer Herkunft. Truppenschutzmasken für den milltärischen Gebrauch wurden generell nicht in der DDR hergestellt sondern kamen überwiegend aus der UdSSR und der ČSSR.

 

Die äußere Zusatztasche für die Aufnahme des Entgiftungsgerätes.

 

 

Holzknebelverschluss.

 

Das Holzschildchen am Trageriemen diente vermutlich der individuellen Kennzeichnung.

 

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