Magazintaschen

 

 1. Magazintasche MPi Schpagin

(Sammlung S. Wetzel)

Ein Teil der Bewaffnung der frühen NVA war die noch aus dem 2. Weltkrieg stammende unverwüstliche sowjetische MPi Schpagin (DDR-Bezeichnung MPi 41, nicht zu verwechseln mit der MP 41 der Firma Haenel in Suhl) mit dem Kaliber 7,62 mm, deren Trommelmagazin immerhin 71 Schuss fasste. Zeitgenössische Fotos zeigen Soldaten der NVA im Flächentarnanzug noch 1965 mit dieser markanten MPi.

 

2. Patronentasche Karabiner S

(Sammlung S. Wetzel)

1957 wurde der gut vier kg schwere sowjetische Karabiner Simonow als Standardinfanteriebewaffnung bei der NVA unter der Bezeichnung Karabiner S eingeführt. Die kleine Tasche der Abmessung 10 x 15 cm war für die Aufnahme von drei Ladestreifen à 10 Patronen des Kalibers 7,62 x 39 ausgerichtet (In den Abb. hier natürlich nur Exerzierpatronen!). Zwei Magazintaschen waren zum Kampfanzug vorgesehen, so dass der Infanterist der NVA über 60 Schuss (bei Magazin in der Waffe über 70 Schuss) für den Karabiner S verfügte. Schon Anfang der 60er Jahre wurde dieser durch die bahnbrechenden Kalaschnikow-Systeme weitestgehend verdrängt.

 

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3. Magazintasche lMG Degtjarjow RPD

(Sammlung Larry X., USA)

 

Das Trommelmagazin des lMG Degtjarjow RPD (7,62) fasste immerhin 100 Schuss. Wie andere Waffentypen auch, wurde das lMG Degtjarjow schon Mitte der 60er Jahre von den überlegenen Kalaschnikow-Systemen verdrängt. Die Tasche war für zwei Trommelmagazine vorgesehen und wurde lt. DV-10/5 von 1961 auf das Tragegestell aufgeschnallt. Die Verlängerungen an den Verschlusslaschen und die Anordnung der beiden Öffnungen ermöglichten dem lMG-Schützen unter Gefechtsbedingungen eine selbständige Magazinentnahme. Aufgrund der helleren Ausführung des Flächentarndruckes kann von einer Fertigung ab 1962 ausgegangen werden.

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 3. Magazintaschen MPi K

(Sammlung S. Wetzel)

Magazintasche für die Aufnahme von drei Kurvenmagazinen à 30 Patronen des Kalibers 7,62 x 39. Das System Kalaschnikow wurde in der DDR in eigener Lizenzherstellung unter der Bezeichnung K geführt (MPi K, MPi KMS, lMG K usw.).

 

Ein mit MPi K bewaffneter Oberleutnant der VP der 20. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam Mitte der 70er Jahre im Sommerfeldlager auf dem TÜP Belzig. Obwohl die Einkleidung der Angehörigen der bewaffneten Organe der DDR mit dem Strichtarn-FDA zu diesem Zeitpunkt vermutlich fast abgeschlossen ist, werden vermutlich bis in die Mitte der 70er Jahre hinein Ausrüstungstaschen wie die Magazintasche für die MPi K (7,62 mm) und die TSM-Tasche im Flächendruck weiter verwendet. Wie Bilder belegen, wurden aber auch Magazintaschen im Strichtarnmuster zum FDA im Flächendruck getragen.  Im Gegensatz zur Magazintasche hatte die TSM-Tasche mit Ausnahme der Ausführung für Fallschirmjäger jedoch keine Nachfolgerin im Strichtarnmuster. Die DVP verwendete (vermutlich auch ab 1964/ 65) wie die NVA für ihre Felddienstbekleidung getarnte Dienstgradabzeichen auf den Schultern, diese waren jedoch polizeitypisch dunkelgrün bzw. dunkelgrün/ grün gehalten. Umgehängt trägt der Oltn. d. VP ein MdI-Dienstglas 6 bzw. 8 x 30 im braunen Lederköcher.   2)

 

 

Magazintasche für die Aufnahme von zwei Kurvenmagazinen.