1964

Jacke und Hose

1964 war das letzte Fertigungsjahr von Jacken und Hosen der Kapuzenserie. Schon 1963 ging man in der DDR zur Verwendung von Kampfanzügen mit Kragen über, ein Charakteristikum, dass sich über die Strichtarnarnanzüge bis 1990 fortsetzte. Der hier gezeigte 1964er Kampfanzug unterscheidet sich bis auf die Größenschildchen in Jacke und Hose sowie den eingesäumten einfachen Ärmellaschen nicht von den Vorgängern aus den Jahren 1962 und 1963.

 

 

 

1965er Dienstgradumrüstung.

 

Diese kleinen Größenschildchen sind nach bisherigem Erkenntnisstand ab dem 3. Quartal 1963 in Jacken und Hosen der Kapuzenserie verarbeitet worden.

 

 

MDI-gestempelte B/A wurde vermutlich nicht nur an die Volkspolizei ausgegeben. Im September 1961 wurde die Deutsche Grenzpolizei aus der Unterstellung des MdI der DDR herausgelöst und nun als Grenztruppen dem MfNV unterstellt. MDI-gestempelte B/A wurde von den Grenztruppen bis etwa 1965 verwendet. Das MfS hatte in der Flächentarnära keine eigene B/A-Stempelung und nutzte vermutlich ebenfalls die bekannten NVA- und MDI/MdI-Codes.

Dosimetertasche in der rechten Beintasche.

 

 

 

Jacke 1964 schwarz eingefärbt

 

 

Die hier abgebildete Jacke von 1964 ist mit allen Details komplett erhalten, allerdings ist sie vermutlich vor dem Hintergrund ein Auslaufmodell zu sein, als Arbeitsuniform schwarz eingefärbt worden.

 

 

Angehörige der 3. oder 20. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam beim "Winterkampf" in einem offenbar vom Frost stark mitgenommenen DDR-Braunkohle-Tagebau vermutlich Mitte/ Ende der 70er Jahre. Die Männer tragen ein Sammelsurium an unterschiedlicher schwarzer Arbeitsbekleidung und graublauen Overalls, den "Arbeitskombis". Der Mann links im Vordergrund trägt eine schwarz eingefärbte Flächentarnuniform, bei der die Kapuze wahrscheinlich entfernt worden ist.  Erkennbar sind Ärmel- und Beintaschen sowie die Rückentarnschlaufen. Die Temperaturen scheinen angenehm zu sein, Winterbekleidung ist auf dem Bild nicht zu sehen und die Männer tragen bereits die polizeigrünen Sommer-Feldmützen.   2)

 

 

Schwarze gekörnte Knöpfe, ob diese die Originalfarbe aufweisen oder durch den Einfärbeprozeß farblich von grau zu schwarz verändert wurden, kann nicht gesagt werden. Es sind jedenfalls auch nicht eingefärbte FD-Stücke mit schwarzen Knöpfen bekannt.

 

Schnalle der Bundverstellung.

 

Knopf zur Befestigung der eingerollten Kapuze.

 

Auch 1964 war das rechteckige Ventilationsloch unter den Armen nur noch einfach vorhanden.

 

Selten: Fehlende Befestigungsmöglichkeiten für die Dienstgradabzeichen.

 

Stahlhelmhaken in dieser Form gab es serienmäßig von 1960 bis 1964.

 

Der Mückenschleier hat wegen der schwarzen Einfärbung bereits eine rötliche Farbe angenommen.

 

Die rechte Rücken- und Ärmeltarnschlaufe des Typs 3.

 

 

Das "C" im ViereckGröße 2 und das Jahr 64 aufgdruckt auf der Pistolentasche, in der Endphase der Fertigung der Kapuzenserie kam man vermutlich ohne Quartalsangabe aus.

 

Im Inneren der Jacke ist auch hier unter dem Fixierband für die Kapuze ein Schildchen angebracht. Es zeigt eine Größe 3 an, diese passt aber merkwürdigerweise nicht mit der auf der Pistolentasche aufgestempelten Größe 2 zusammen.

 

Diese recht einfache Kapuzenkordel weist eine ungewohnte braune Farbgebung auf und ist qualitativ mit der bisher bekannten grau-grünen dickeren Kordel nicht mehr zu vergleichen.