1959

Jacke und Hose

 

Jacke und Hose von 1959 unterscheiden sich nur minimal von ihren 1958er Vorgängern. Der Stoff ist deutlich dünner, die Farben wirken heller, alle gekörnten Knöpfe der Jacke sind nun  aus Plaste und ebenfalls noch vernäht. Die Knöpfe sind kleiner als die Knöpfe, die etwa ab 1961 aufkamen, aber größer als die späteren kleinen Schulterklappenknöpfe. Die graue Kapuzenkordel ist bereits von dickerer Qualität, wie man sie von den Kapuzenjacken bis 1963/ 64 kennt.

Tarnschlaufen des Typs 2 auf dem Rücken und über den Ärmeltaschen.

Der Kampfanzug von 1959 ist die letzte Ausführung mit senkrechten Brusttaschen. Schon beginnend ab Ende 1959 begann die Produktion von Kampfanzugjacken ohne Brusttaschen, diese Einsparung hielt sich bei den Kapuzenjacken bis 1964. Erst mit dem "Kampfanzug 64" wurden 1965 sowohl im Flächentarn- als auch im Strichtarnmuster wieder Brusttaschen eingeführt, nun in waagerechter Anordnung.

 

Auffällig ist der durchschimmernde Tarndruck auf der Innenseite.

Leider sind auf der Stempelung nur noch die Größe 3 und die 59 auszumachen.

 

Die geöffnete gegengeknöpfte Windschutzleiste gibt hier den Blick auf den viel zu weit unten vernähten mittleren Schließknopf der linken Knopfleiste frei.

 

Auch hier noch Pappknöpfe an der Kapuze. Genau wie bei dem 1958er Modell sind die Knopflöcher der Netztasche hier noch waagerecht geschlitzt. Behelfsmäßig angebrachte Stahlhelmhaken.

 

 

 

Die Felddienstanzüge der 50er Jahre waren noch aus sehr dünnem Stoff und als so genannte "Überfallbekleidung" gedacht. Die hier gezeigte 1959er Flächentarnhose ist eine der ersten ihrer Art. Hose und Jacke wirken farbgleich.

 

Der fühe DDR-Stempel vom 2. Quartal 1959 in der Größe 2. Seltsamerweise befindet sich die Stempelung im Inneren der Hosentasche, scheinbar wurden die Hosentaschen bei der Produktion falsch herum eingesetzt.

 

Die Strippe der Beinverstellung wirkt noch recht einfach.

 

Knöchelverstärkung.

 

Drei flache (dunkelgrüne !) Knöpfe für die Beintasche, ab 1960 kam man dann mit zwei gekörnten Plasteknöpfen aus, die mit Splintringen befestigt wurden. In der rechten Beintasche wurde noch eine zusätzliche längliche Einstecktasche für die Aufnahme eines Magazins oder eines Messers eingearbeitet.

 

Diese drei an den Hosentaschen wurden vermutlich bis etwa 1966/ 1967 beibehalten, allerdings ebenfalls ab 1960 in grau gekörnt.

 

Seitliche Eingriffe ermöglichten den Durchgriff zur darunter getragen Hose der eigentlichen Dienstuniform.

1959 erfolgte noch die Befestigung der Hosenträger mit flachen Knöpfen.